| Lernen in Projekten macht Spaß und ermöglicht, sich handlungs- und erfahrungsorientiert mit komplexen Fragestellungen auseinander zu setzen. Wenn Unterricht nach der Projektmethode organisiert wird, stehen der Lernprozess und die Lösung einer Aufgabe im Mittelpunkt, nicht ein »Stundenziel« oder der »45-Minuten-Takt«. Die Idee der Projektmethode ist alt, wird aber noch an zu wenigen Schulen für die Gestaltung von Unterricht genutzt.
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und die Stiftung Mercator GmbH haben deshalb im Sommer 2001 gemeinsam begonnen, mit SCHOLA-21 eine Internetplattform zu entwickeln, die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte herausfordert und unterstützt, Projektlernen und offene Unterrichtssituationen in ihrem Schulalltag zu verankern. Dabei erweitern Kinder und Jugendliche ihre Kompetenzen – vor allem ihre Methoden- und Medienkompetenzen – auf vielfältige Art und Weise. Sie lernen, wie man selbständig lernt, und so zusammenarbeitet, dass jeder sein Wissen und seine individuellen Stärken einbringen kann.
Gemeinsam mit der Stiftung Mercator GmbH und unterstützt durch weitere Partner, wie O2 Deutschland und die Jacobs Foundation, wurden im Rahmen von SCHOLA-21 bis Ende 2005 die virtuellen Lernumgebungen LEARN IT und DO IT erstellt, in denen methodische Werkzeuge und didaktische Hilfen die beteiligten Akteure – Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und außerschulische Partner – durch alle Phasen eines Projektes begleiten. SCHOLA-21 wurde bereits an allen Schulformen und in allen Klassenstufen erfolgreich erprobt und 2004 mit dem Bildungssoftware-Preis digita als bestes didaktisches Werkzeug ausgezeichnet.
Im Frühjahr 2006 wurde eine neu überarbeitete virtuelle Lernumgebung fertig gestellt, die die Erfahrungen der fünfjährigen Entwicklungszeit und aus dem Einsatz in der Schulpraxis bündelt. SCHOLA-21 kombiniert dabei pädagogisch-didaktisches Wissen mit innovativer Datenbanktechnologie und anspruchsvollem Design. Das Ergebnis ist ein umfassendes Online-Angebot, das drei zentrale Schwerpunkte miteinander vereint:
1. Öffnung von Schule und Community-Ansatz:
SCHOLA-21 hilft, Klassenraum-, Schul- und Ländergrenzen zu überwinden. Der pädagogische Wert des Projektlernens liegt vor allem darin, dass Fragen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler den Ausgangspunkt bilden und Antworten in der „realen“ Welt gesucht werden. Die virtuelle Lernumgebung von SCHOLA-21 gibt viele didaktische Hilfen, bietet Orientierung im gesamten Projektverlauf, erhöht damit die Projektqualität und erleichtert durch die Nutzung moderner Internettechnologie den Einbezug von Experten und außerschulischen Partnern – z.B. durch virtuelle Projekträume, E-Mail, Pinnwand, Foren und Chat. Aber SCHOLA-21 geht noch einen Schritt weiter: Alle Nutzer des neuen SCHOLA-21 bilden eine virtuelle Community. Auf diese Weise können sowohl die einzelnen Mitglieder als auch ganze Projektgruppen miteinander Kontakt aufnehmen, sich austauschen, voneinander lernen und gemeinsam neue Projekte ins Leben rufen.
2. Individuelle Förderung:
Ein gute Schule ist eine Schule, bei der die Kinder und Jugendlichen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und unterschiedlichen Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen und als einzigartige Persönlichkeiten anerkannt werden. SCHOLA-21 bietet Methoden und Werkzeuge, mit denen der einzelne Schüler optimal und entsprechend seines aktuellen Lernstandes gefördert und in seiner Entwicklung gestärkt werden kann: Lerntagebücher, Lernverträge, Auftragskarten, Beobachtungs- und Feedbackbögen können in den verschiedenen Phasen flexibel eingesetzt, den aktuellen Unterrichtsanforderungen entsprechend angepasst und innerhalb der Lernumgebung verwaltet werden.
3. Dokumentation und Lernportfolio:
SCHOLA-21 unterstützt den Einzelnen, kleinere Arbeitsgruppen und das gesamte Projektteam bei der Planung und Strukturierung von Lernprozessen. Alle Arbeitsschritte und Ergebnisse werden im Projektverlauf dokumentiert und lassen sich jederzeit übersichtlich dargestellt abrufen: per Mausklick kann beispielsweise eine Projekthomepage erstellt oder ein umfangreiches Projektportfolio ausgedruckt werden. Auf diese Weise werden Lernwege und -strategien nachvollziehbar und können reflektiert werden. Natürlich dienen die anregend gestalteten Ergebnisdarstellungen auch als Präsentationen und ermöglichen Eltern, Partnern, Freunden und Verwandten, die Projektarbeit zu begleiten und anzuerkennen.
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