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Das Internet beschleunigt die Internationalisierung der Gesellschaft und auch der Schulen. Im Medium der Internetsprache Nr. 1, dem Englischen, verständigen sich zwei Klassen mit je 28 Kindern aus der Internationalen Schule in Berlin und dem Humboldt-Gymnasium in Greifswald. Schwungvoll richten sich beide Klassen parallel in der virtuellen Begegnungsstätte, SCHOLA-21, ein. Wo, wenn nicht im Internet, ist es möglich, virtuelle Parallelklassen mit Kindern zweier räumlich getrennter Schulen zu bilden?
 „Learning by doing“: So lernen die jungen Greifswalder Gymnasiasten Englisch und obwohl sie blutige Anfänger im Englischen sind, korrespondieren sie bereits in der Weltsprache. SCHOLA-21 unterstützt aktivierende Lernformen und Arbeitsteilung. Die Steckbriefe, Zielformulierungen, Gruppenregeln, die vielen Arbeitsgemeinschaften, die Präsentation ihrer Schulen verfassen sie in englischer Sprache. „Der Austausch über das Internet ist zeitgemäß und sinnvoll“, bestätigt die Englischlehrerin.
Die Freude am Englischlernen steht dabei gar nicht mal allein im Vordergrund. Genauso wichtig ist der interkulturelle Austausch, schließlich beruht Internationalität auf dem globalen Dialog mit den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen. Die Vielfalt unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Religionen, Sitten und Mentalitäten empfinden die Kinder als „enrichment“, also als eine Bereicherung, so formulieren es die Fünftklässler der Internationalen Berliner Schule. Und die Schule ist für sie keine Lehranstalt, sondern ein „Workshop“, in dem die Kinder leben und lernen. Auf der Grundlage der Steckbriefe, die beide Klassen im Internet hinterlassen, tauschen sich die Kinder mit E-Mails auf Englisch aus. SCHOLA-21 fungiert hierbei als Motor der Interaktivität, als Drehscheibe des direkten und individuellen Kontaktes von Kindern unterschiedlicher nationaler und kultureller Herkunft.
Wo stehe ich in der Projektarbeit? Projektarbeit erfordert Rückmeldung. Die Schriftproben und Zeichnungen, Aufträge und Ergebnisse fügen die Kinder jeweils zu einer individuellen Mappe zusammen. Auf dieses Weise zeigen sie den Eltern und sich selbst, was sie schon können – solche Projektportfolio sind integraler Bestandteil der Rückmeldungskultur von SCHOLA-21. Die Lehrkräfte erleben sich dabei nicht in der Rolle von Klassenbändigern im Frontalunterricht, sondern als Lernberater. Teamarbeit geht den Lehrenden leichter von der Hand. Die Schulen rücken näher zusammen.
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