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Per Profession machen sich vor allem zwei Gruppen ein Urteil über die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler erwerben sollten: Lehrkräfte und Arbeitgeber. Die Schülerinnen und Schüler der Nymphenburger Schulen in München überlassen dieses Urteil nicht den Erwachsenen. Sie wollen selbst urteilen: „Was sind zukunftsfeste Kompetenzen“ fragen sich die Neuntklässler der Ganztagsschule. Im virtuellen Klassenraum von SCHOLA-21 beschreiben sich die Jugendlichen als „großes Team“, ohne ihre Individualität auszublenden.
Das Selbstbild, das sich die Jugendlichen von ihrem Können machen, wollen sie mit dem Fremdbild bei Mitarbeitern des Unternehmens 02 vergleichen. Zunächst reflektieren die Neuntklässler offline über zukunftsfeste Kompetenzen, bevor sie sich Zugang zur Internetplattform SCHOLA-21 verschaffen. Anschließend prüfen sie ihre Persönlichkeit unter acht Kriterien von A wie Ausdauer bis V wie Verantwortungsbewusstsein – und erstellen auf dieser Grundlage Statistiken. Jeder Schüler weiß nach der Kompetenzüberprüfung, wo er im Klassenvergleich steht.
Dann geht es zur anderen Seite – zum Vergleich mit der Wirklichkeit eines Telekommunikationsunternehmens. Die Jugendlichen brechen in Zweiergruppen zu den verschiedenen Mitarbeitern und Abteilungen auf, machen Interviews und Umfragen, die sie wiederum in Diagrammen festhalten. Auch die O2-Mitarbeiter prüfen ihre Zukunftskompetenzen. Die Einschätzungen der Kompetenzen, wie sie die Schüler bei sich sehen, werden mit den Einschätzungen der O2-Mitarbeiter verglichen.
Das Ergebnis ist für alle eine Überraschung: Die Schüler empfinden sich als „sehr empfindliche Menschen“, die zudem nicht sonderlich kritikfähig sind, während manche 02-Mitarbeiter Kreativität und Einfühlungsvermögen vermissen lassen. So folgern die Neuntklässler, Kompetenzen, die sie fit für die Zukunft machen, seien insbesondere „weiche“ Faktoren wie Kritikfähigkeit und Selbstvertrauen, aber auch Höflichkeit und Einfühlungsvermögen.
Durch den Einsatz des Programms SCHOLA-21 haben die Jugendlichen noch ganz nebenbei „harte“ Medienkompetenzen erworben. Für die Zukunft brauchen sie beide: weiche und harte Kompetenzen.
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